Melanie Rae Thon „Iona Moon“

with no eyes to cry
with no eyes to cry

Moral – der Kampf ein Leben zu leben von Mitgefühl und Anstand

„Das zweite Gesicht des Mondes“ ein Roman von Melanie Rae Thon

 

„Sobald ich anfing, die Geschichte von Iona zu erzählen, wurde sie absolut wirklich für mich. Sie war in mir. Das ist nicht immer so, wenn ich schreibe. Manchmal braucht es Monate, um nahe genug an die Personen zu kommen, um ihre Stimmen zu hören und um zu verstehen, was in ihrem Leben geschieht. Aber Iona, ich fühlte, ich wusste alles über sie – oder dass ich alles über sie wissen könnte, wenn ich geduldig genug wäre, wenn ich über sie nachdachte und sie erinnern ließe. (…) Für mich war sie einzigartig. Sobald sie sprach, war sie wild und beharrlich. Sie konnte niemand anderes sein, als sie selbst.“

So Melanie Rae Thon in einem Interview über ihre Hauptfigur Iona Moon in dem gleichnamigen Roman (dt. „Das zweite Gesicht des Mondes“). Grundlage des Romans sind zwei Kurzgeschichten aus ihrem Erzählband „Girls in the Grass“: „Iona Moon“ und „Snake River“.

In klarer prächtiger Prosa, gibt Melanie Rae Thon uns eine kraftvolle Darstellung derer, die sich nach Liebe sehnen, während sie am schmerzlichen Rand der Wirklichkeit gehen. „Iona Moon“ ist ein starker Roman – weich und schmerzhaft an Verlangen. Die Prosa ist wunderbar balladenhaft und genau. Der Text ist herb und oft unerwartet – zuerst erscheint er einfach, sehr wie Iona Moon selbst, die sich im Laufe des Romans als ungewöhnlich widerstandsfähig, zu großer Zärtlichkeit fähig, und sehr oft als weise erweist.

In „Iona Moon“ erschafft Thon eine Stadt – White Falls, Idaho – voller Menschen, die sich abmühen ein Leben zu gestalten von Anstand und Erfüllung durch Erkenntnis, durch Witz, durch Arbeit, durch Vertrauen. White Falls (und der bäuerliche Außenbezirk, die Kila Flats) ist ein Ort, wo das Leben die Menschen bricht und wo Menschen sich selber zerbrechen, manchmal langsam, manchmal abrupt, manchmal mit guten Absichten, manchmal mit überhaupt keinen Absichte

Gasoline
Gasoline

Die Zukunft in diesem Provinznest amerikanischen Zuschnitts scheint für jeden vorausbestimmt. Die Mädchen heiraten nach der High-School, bekommen ihr erstes Kind und danach jedes Jahr ein weiteres, werden Kassiererinnen oder Arzthelferinnen. Die Jungen schaffen es vielleicht aufs College oder treten in die Fußstapfen ihrer Väter. Angst beherrscht ihr Leben. Angst vor der Zukunft „vor all den Tagen, die genauso beginnen würden, wie dieser. Er konnte sich kein eigenes Leben vorstellen, kein Leben mit Frau und Kind. Eines Tages in nicht allzu ferner Zeit würde er auf dem Stuhl seines Vaters sitzen, die Gedanken seines Vaters im Kopf. Er sah sich schon als alten Mann, sah sich als Toten“. Aber Iona hat Mitgefühl, Mitleid – weil man ein noch so jämmerliches Leben haben kann und es trotzdem immer noch andere Möglichkeiten gibt. Wir sind alle auf Vergebung angewiesen.

Sterblichkeit, in der Tat, hat alle wichtigen Männer in Ionas Leben gebrochen – von ihrem Vater und ihren Brüdern bis zu ihren Liebhabern. Wie sagt Iona zärtlich zu einem Liebhaber: „Jeder ist auf seine Weise mitleiderregend“. Durch all diese Traurigkeit und Schmerzen, finden Thons Menschen zum Verständnis zueinander und zu ihrem Leben, zu dem sie sich bekennen müssen.

Meeting place
Meeting place

Als Ionas Mutter stirbt, ruft Iona sich die Worte ihrer Mutter ins Gedächtnis zurück: „Es gibt nur drei Wege raus aus der Stadt – der Fluss, die Bahngleise und die lange, gewundene Straße und doch kommt man anscheinend nur fort von hier, indem man stirbt“. Es gibt kein Entkommen. „Einerlei, wie weit du rennst, du nimmst dich immer selbst mit“.

Iona Moon – ein Mädchen, in vielem schon eine Frau, nicht schön, knochig, gelbe Haut, ihr Busen klein, aber warm. Tochter eines Kartoffelbauers in den Kila Flats. Stinkt nach Stallmist. Ihre drei Brüder geben ihr Geld. Einen Quarter und sie lässt sich unter den Rock fassen, einen Dollar und ihr älterer Bruder kann mit ihr auf den Heuschober. „Ich habe einen Quarter. Und was bietest du für einen Dollar? Früher oder später bekam sie von jedem Jungen

das gleiche zu hören.” Thon sagt über Iona: „Ja, sie ist begehrenswert, weil sie leidenschaftlich ist. Sie hat keine Angst vor ihrem eigenen Körper. Sie hat keine Angst vor ihrer Sexualität. An einem Punkt sagt sie:

Was für einen Sinn macht es, alles für einen speziellen Anlass aufzusparen, der vielleicht niemals kommt? Sie lebt in der Gegenwart und tut was sie will – oder was nötig ist – in jedem einzelnen Moment. Diese Eigenschaft macht sie verführerisch aber auch erschreckend. Es gibt ihr eine große Macht über Jungen, die von ihr angezogen werden. Sie verführt die Jungen, die sie wollen, wirft sie aus dem Gleichgewicht. Ich denke, deshalb ist sie auch eine „Schlampe“. Wenn sie zu bedrohlich wird, können die Jungen wieder zu ihren moralischen Wertvorstellungen zurückkehren. Sie können über sie als „schmutzig“ denken – körperlich und geistig. Sie können ihr entkommen, indem sie sich selbst davon überzeugen, sie bevorzugen „nice“ girls, Mädchen, denen beigebracht wurde, sich von ihrem Körper zu entfremden. „Ich bin keine Schlampe, Willy, ich bin bloß großzügiger, als die meisten Mädchen, die du kennst“. Oder wie sie zu ihrer Mutter sagte: „Weil ich einen Körper habe. Hände und Rücken, Blut und Haut“.

„Er beobachtete sie, betrachtete ihren Körper – gelbliche Arme, dunkles Gesicht, zottelige Haare und spitze Nase, all die zarten, beinahe sichtbaren Knochen. Ein seltsamer Trost, dieses Mädchen, aber es tröstete ihn, an ihre Rippen und Knie zu denken, an ihre knochigen Hüften, all das was er spüren würde, wenn er sich zu ihr legte, nichts Weiches und Einfaches, nur die harte Wirklichkeit – dieses eine Mädchen, diese Nacht, dieser Körper neben seinem.“

Liebe, jeder ist auf der Suche nach Geborgenheit, Nähe, etwas, was dem Leben einen Sinn gibt. „Sie wollte weg, endgültig. Aber vor allem anderen wollte sie diese Menschen lieben. Das war die Wunde, die nie zuheilte: das schlichte Verlangen zu lieben, nicht einfach irgendwen, sondern diese vier: Rafe, Dale, Leon, Frank (die Brüder und der Vater). Sie wünschte, sie würden alle etwas tun, nur eine Kleinigkeit, etwas Nettes, damit sie zumindest an die Möglichkeit von Liebe glauben konnte. Sie wünschte, Hannah hätte sie beschützt, denn dann hätte sie die vier jetzt nicht hassen müssen.“

Die Mütter, es steht viel über Mütter in diesem Roman. Sharla, Ionas Freundin, die von ihrem Vater geschwängert, von ihm in den Keller gesperrt wurde und dort eine Fehlgeburt erleidet weint, „weinte jetzt auch, um Iona und um sich selbst, um Hannah Moon und um ihre eigene Mutter, die Frau mit den großen, verschwommenen Augen, um alle Mütter, die zu früh die Augen schlossen, die ihre Brille absetzten und starben, die nicht hinsehen wollten, und um alle Töchter, die so lange die Wahrheit verschwiegen, bis sie nicht mehr zu retten waren, die nur weinten und sich aneinander festhalten konnten, in der hell erleuchteten Küche irgendwo in einer frühmorgendlich stillen Straße.“

ohne Titel
ohne Titel

Die Differenz zwischen Selbstmitleid und Qual, und den Abstand zwischen persönlicher Verzweiflung und allgemeiner Hoffnung schildernd, ist „Iona Moon“ reif, aufschlussreich und wunderbar. Und Melanie Rae Thon entlässt den Leser am Schluss nicht ohne Hoffnung:

„Manchmal gab einem der Snake River eine zweite Chance, ob man sie nun haben wollte oder nicht“.

Rowohlt Verlag
Rowohlt Verlag

Bisher von Melanie Rae Thon erschienen:                          

„Niemandes Töchter“ -Erzählungen

“Augustnächte” -Roman

“Das zweite Gesicht des Mondes” -Roman  Rowohlt

Illustrationen von Tomi Ungerer

 

Tomatenrot von Daniel Woodrell

Tomatenrot

Ein Buch, wie ein Rockabilly SONG

DU BIST KEIN UNSCHULDSLAMM, und du weißt, wie das so läuft: Freitag ist Zahltag, und der Tag ist grau und ganz durchgesuppt von einem langsamen, hässlichen Regen. In deiner Trübsal suchst du Gesellschaft…“ Das ist der Anfang des meisterhaften ersten Kapitels von Daniel Woodrells sechstem Roman, der nun in einer Neuübersetzung im liebeskind Verlag erschienen ist. Und wie die Leser von Daniel Woodrell es erwarten, spielt auch dieser Roman in den Ozarks. Um genauer zu sein, in West Table, Missouri.

Der Erzähler heißt Sammy Barlach. Und die Geschichte, die Barlach zu erzählen hat, ist eine Tragödie. Aber diese zu lesen, ist eine Freude, wie die New York Times schrieb. Dieses fulminante erste Kapitel, das ganz dem Erzähler gehört, ist ein furioser Einstieg in den Roman. Barlach erzählt seinen Werdegang. Ohne Punkt und Komma wie es scheint, atemlos. Er schwadroniert wie die Menschen im Ozark sprechen. Sammy öffnet sich, ist schonungslos sich selbst gegenüber und sein Motto ist: Hier bin ich, nehmt mich wie ich bin, ich kann nicht anders. Es ist kein Bewusstseinstrom, kein steam-of-consciousness Monolog, sondern klare kompromisslose, ehrliche Sprache.

Gerade erst Arbeit in einer Hundemittelfabrik gefunden, trifft er ein Mädchen, die gut mit Crank (Meth) versorgt ist und die nach dem Wochenendtrinkgelage auf die Idee kommt, in die Villa einer reichen Familie einzubrechen, die gerade wieder einmal in Urlaub ist. Hier wird er sich seiner Herkunft bewusst: „Ich hasste mich und alle von meiner Sorte vor mir. Dieses Haus stand zig Ebenen über jedem, in dem ich jemals gewesen war.“ Er muss sich ins Gedächtnis rufen kein Abschaum zu sein und gleichzeitig dem Drang widerstehen, alles kurz und klein zu schlagen. Ein Drang, der immer da war, im Hintergrund, aber immer nach vorne gespült wurde. Er hat noch ein zweites Bedürfnis: es musste immer etwas zu essen in Reichweite sein. Ohne was zu essen konnte er nicht schlafen. Nur die Gewissheit, dass etwas Nahrhaftes greifbar war, beruhigte ihn schon.

In der Villa trifft Sammy die Einbrecher Jamalee und Jason Meridew, ein Geschwisterpaar aus Venus Holler. Die zwei leben zusammen wie Bruder und Schwester, „die früher wohl erheblich öfter Doktor gespielt hatten, als es sich gehörte.“ Die Geschwister brechen in reiche verlassene Häuser ein, um dort für eine Nacht den Luxus zu genießen. Kleider anzuziehen und so zu tun, als sei man reich. Jamalee jedoch hat Träume, will groß herauskommen, indem sie ihren Bruder, der durch sein Aussehen allen Frauen den Kopf verdreht, dazu benutzt, reiche Frauen zu verführen und dann versucht, diese zu erpressen. Nur einen Haken hat die Sache: Jason macht sich nichts aus Frauen. Und das ist gefährlich. Trotz seiner Schönheit. „Schönheit half nicht gegen Bösartigkeit, und Bösartigkeit hatte genau hier ihren Willen gekriegt“, heißt es im Roman, als das Trio durch eine Gewalttat getrennt wird. Oder wie Bev Meridew, die Mutter der Geschwister, zu Sammy sagt: „Da draußen gibt es alles mögliche Böse auf zwei Beinen.“

Beverly Meridew ist als Gelegenheitsprostituierte und gelegentlicher Polizeispitzel unterwegs. Bev lebte nach Meinung ihrer Tochter nach dem Motto: „Lebe schnell, lerne langsam.“ „Sie war eine der Frauen, die sich wie eine Kinderpuppe stylen. Eine Barbie, die mit Truckstop-Wiskey und frittiertem Hühnchen aus dem Leim gegangen war.“ Aber sie hat sich mit diesem Leben abgefunden, hat sich darin eingerichtet. Sammy zieht zu dieser inzestuösen Familie, da Jamalee auf die Idee kommt, Sammy als Beschützer zu engagieren, um sich oder ihre Träume von Reichtum vor den fiesen Elementen von Venus Holler zu beschützen. Venus Holler, „die zwielichtigste Gegend der Stadt“. Es handelt sich dabei „um eine Senke voll kleiner eckiger Häuser, die sich ein wenig zur Seite neigten wie ein Haufen Trinker.“ Trotzdem findet Sammy hier, was er so sehnlich suchte und sich wünschte: „irgendwo dazuzugehören, und das waren die Leute, die mich ließen.“

Die im Grunde bedeutungslosen Charaktere, den wen interessiert schon eine Familie, und einen Verlierertyp tief in den Ozarks, bringen sich durch ihre Handlungen, die sich durch große Dummheit auszeichnen, in Schwierigkeiten. In so große Schwierigkeiten, dass das deprimierende Ende voraussehbar ist. „Die anständige Welt hatte kaum Notiz davon genommen“, heißt es an einer Stelle des Buches. Es hatte keinerlei Aufsehen erregt, als Jason tot aufgefunden wurde, und es eigentlich allen klar war, dass er ermordet worden war. „Der beiläufige Tod eines Typen wie Jason mit einer Adresse in Venus Holler interessierte die Öffentlichkeit nicht sonderlich.“

„Tomatenrot“ ist kein Kriminalroman, kein „Noir“-Krimi. Es ist ein Roman, in dem die Hauptpersonen des Romans lernen, dass das Leben, so wie sie es kennen, keine Hoffnung für sie übrig lässt oder dass es auf irgendeine Weise für sie besser werden könnte. Wenn Sammy, Jason und Jamalee zusammen sind, strahlt der Roman eine positive Stimmung aus, in der wunderbaren Unvollkommenheit des Trios, und doch, wohin immer sie auch gehen, haben sie keine Hoffnung, wenn sie so bleiben wie sie sind und manchmal sagt der Erzähler Sammy „schämte (ich) mich für das schlecht ausgestattete Leben, in das ich hineingeboren worden war.“

Jamalee „war winzig und unerbittlich. Ihr Kopf sah aus wie eine robuste Tomate nach einem heftigen, reinigenden Wolkenbruch. Sollte ich jemals einen Mustang, Baujahr ’65, Vier-Gang mit Faltdach besitzen, dann musste er die Farbe ihrer Haare haben.“ „Sie kam auf Lösungen, wo ich noch nicht mal ein Problem erkannt hatte.“ Aber sie ist ebenso verletzlich wie Sammy und sie ist ebenso auf der Suche nach Liebe und Geborgenheit, nach besseren Zeiten. Als Sammy und sie zum ersten Mal körperlich zusammenkommen, sagt sie zu ihm „Sei gut zu mir“. „Oder böse“. So zwiespältig das Verhältnis von Jamalee zu Sammy ist, so klar ist das Verhältnis von Bev zu Sammy. Hier bekommt er, was er vorerst von Jamalee nicht bekommt: Sex. Sammy ist in beide Frauen verliebt, denen jeweils eine vorhersehbare Rolle zugeteilt ist – die Hure und die unerreichbare Göttin. Während Bev eine ungehörige Menge an Vergnügen aus ihrem Gewerbe zieht hat Jamalee ambivalentere Gefühle gegenüber der körperlichen Liebe. Sie begegnet ihr mit einer Portion Furcht. Die Anziehungskraft von Sammy für die beiden Frauen ist aufgeladen durch die Mutter-Tochter-Beziehung und durch seine eigene sexuelle Unsicherheit. Auch gegenüber Jason.

Woodrell befasst sich mit der Hoffnungslosigkeit der Armut in den Ozarks. Er beschreibt die triste Wirklichkeit der Armut und die Außenseiter, die diese hervorbringt. In „Tomatenrot“, hält Woodrell seinen traurigen Themen eine Erzählweise entgegen, die lebendig, lustig und voller ablehnender Haltung ist. Sammy hat eine Stimme wie ein Schnappmesser und er benutzt die scharfe Schneide, um die Erwartungen des Lesers an die Leute vom Lande und die Gewalt zu untergraben. Barlach ist der Held von „Tomatenrot“ und wir reden von einem klassischen tragischen Helden. Er ist, wie alle guten „Noir“ Helden, fremd und zum Handeln gezwungen. Sammy strebt nicht danach ein besserer Mensch zu sein und doch versucht er, sich anzupassen. Woodrells Beschreibung, wie jemand das Lebensnotwendige verweigert wird und der dadurch zu einer unsicheren und verwahrlosten Existenz verdammt wird, ist für den Leser schwierig mitzuerleben, obwohl Sammy einen gewissen Sinn für Humor besitzt. Armut, so Woodrells Fazit, führt dazu, dass jeder schlussendlich auf sich allein gestellt ist und für sich selbst sorgen muss. Ob es Sammy, Beverly, Jamalee oder Jason ist, alle müssen sich der tiefgründigen Entfremdung stellen. Als Jamalee ihre Entscheidung fällt und Sammy am Schluss wieder einmal verraten wird, bleibt ihm nur die sinnlose Gewalt. Die Gewalt, die im Hintergrund schon immer gelauert hat und nun aus ihm herausbricht. Diese raue rohe Gewalt wird unerbittlich geschildert und wird zur Selbsterfüllung von Sammys Prognose.

Sammy ist auf der Suche. Er sucht einen Sinn, dass alles. was ihm passiert, einen Sinn ergeben muss. „Hinter all dem Schrecken muss es doch einen Sinn geben, es muss, aber ich kann ihn einfach nicht finden, und das ist meine Schuld, also quäl ich mich weiter damit herum.“

Gebt die Schuld wem ihr wollt. Jetzt wisst ihr alles.

„Ich liebe diesen Song. Da kriege ich immer so ein Kribbeln.“ Der Song war I’m left, You’re Right, She’s Gone. „Er wird ja nicht ohne Grund der King genannt.“

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Daniel Woodrell „Tomatenrot“

Übersetzer: Peter Torberg

liebeskind Verlag 2016