Literaturblog von Jürgen Ruckh

Also jetzt bin ich auch unter die Blogger gegangen. Nachdem ich jahrelang für das Web-Portal schwedenkrimi.de Beiträge geschrieben habe, unternehme ich nun mit dieser Seite einen Neuanfang. Dieser Blog soll sich nicht mit Schwedenkrimis im Besonderen oder mit Krimis im Allgemeinen befassen, sondern mit Büchern, Autoren, Film und Musik. Dieser Literaturblog soll der Begleiter durch mein Jahr sein. Mit Anmerkungen zu den Büchern, die ich gelesen, Autoren, die ich erlebt oder für mich entdeckt, Filme und Musik, die ich gesehen und gehört habe. Vielleicht möchte die Eine oder der Andere mich dabei begleiten.

Nun zum Titel des Blogs. Vielleicht ist die Bedeutung schon bekannt. „Schusterjunge und Hurenkind“ sind Begriffe aus der Typografie. Die beiden sind im Schriftsatz zwei unterschiedliche Typen von Satzfehlern.

Rutscht beim Setzen von Fließtext die letzte Zeile eines Absatzes auf die neue Seite, so spricht man von einem Hurenkind.

Der Begriff des Schusterjungen wird verwendet, wenn ein Absatz direkt nach der ersten Zeile auf eine neue Seite umgebrochen wird. Diese erste, alleinstehende Zeile wird dann als Schusterjunge bezeichnet.

Es gibt einen kleinen aber feinen Merkspruch, der die Unterschiede klar stellt:

Ein Hurenkind weiß nicht, wo es herkommt, ein Schusterjunge nicht, wo er hingeht.

Diese beiden Fehler gelten im Buchdruck unter Fachleuten als schwere typografische Fehler, da sie die Ästhetik des Satzspiegels besonders stark beeinträchtigen und den Leserhythmus stören.

Ich habe mir diesen Blogtitel ausgewählt, da diese Begriffe für Fehler oder für fehlende „Schönheit“ (Ästhetik) steht. Was nicht heißen soll, dass es hier nur Kritik geben wird. Ich hoffe hier auch subjektives Lob aussprechen zu können. So sind diese für mich auch eine Art Umschreibung /Symbol. Sie stehen dafür, dass ich, natürlich rein subjektiv, darüber schreibe, ob mir eine Lektüre, ein Film oder eine Musik gefällt oder auch warum nicht.

Altes Pulpcover
Schwerpunkt Krimi